Ein Thema das immer wieder viele Denkmalschützer ins Grübeln geraten läßt:
Chemie kontra Strahlgut oder Wasser. Dabei ergänzen sich Wasser und Chemie in wunderbarer Weise.
Im
Bild oben sehen Sie einen Klinkerstein, der mit Chemie und Wasser schonend gereinigt wurde. Die Oberfläche ist intakt, die Verwitterung kann nur schwer einsetzen.
Im
Bild unten wurde mit Strahlgut "draufgehalten". Die Oberfläche ist zerstört und die Verwitterung wird dem Stein schnell zusetzen. Auch die Nachverschmutzung wird bei dem gestrahlten Stein wesentlich schneller stattfinden, weil die rauhe und geöffnete Oberfläche dem Schmutz, sozusagen "porentief" Zugang ermöglicht. Von weitem sieht das vielleicht besser aus. Im Detail steckt aber die Wahrheit.
Also, liebe Denkmalschützer, was ist besser für den Stein? Gerade alte Gebäude mit kritischer Steinqualität können nur sehr schonend gewaschen werden.
Wasser alleine reicht aber nicht aus, um ein befriedigendes Ergebis zu erhalten. Es wäscht ja auch niemand seine Kleider nur mit reinem Wasser. Nach der Reinigung sollte das Gebäude unbedingt imprägniert werden, Dadurch wird die Nachverschmutzung deutlich ausgebremst und die Verwitterung um viele Jahre verzögert.
Gelungene Beispiele erfolgreicher chemischer Fassadenreinigung, auch von denkmalgeschützten Gebäuden, finden Sie hier:
Fassadenreinigung denkmalgeschützter GebäudeZum Thema ist im Juni 2010 ein
Artikel im Fachmagazin "Der Maler" des Sachon-Verlages erschienen. Sie können diesen Artikel als PDF (270 MB) hier downloaden:
Steinfassaden mit Wasser und Chemie reinigen